Alles über die Haltung der Tiere

Alle Tiere werden hier ausschließlich in Freilandhaltung gehalten, wobei damit natürlich nicht gemeint ist, dass sie Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert sind. Im Freien können die Rinder in zwei großen Unterständen Schutz suchen und sollte das Wetter selbst für Highlander zu ungemütlich werden, steht ihnen immer ein geräumiger Stall zur Verfügung.

 

Im nicht überdachten Auslauf, der selbstverständlich eingezäunt ist, werden kranke Tiere vom Tierarzt behandelt. Sonst dürfen sich nur die weiblichen Rinder im Alter von 9 Monaten bis 3 Jahren hier aufhalten. Dies verhindert ungewollte Schwangerschaften, die ansonsten bei zu jungen Kühen Komplikationen bei der Geburt hervorrufen können. 

 

Wie das Wort "Freilandhaltung" schon verheißt, verbringen unsere Highlander das ganze Jahr im Freien und kommen nur zweimal täglich zur Fütterung in den Stall oder zu den anderen Futterplätzen im Auslauf bzw. unter der Tennenauffahrt.

Um Unruhen während der Fütterung zu vermeiden, werden die Tiere angebunden. Sonst würden die Stärkeren die Schwächeren immer aus Futterneid vertreiben. Bereits wenige Wochen nach der Geburt suchen die Tiere die ihnen angebotenen Futterstellen auf, wobei schon die Jüngsten ihren Platz genau kennen und ruhig stehen bleiben ohne ihren Nachbar zu stören.

 

 

Von Juni bis Mitte September verbringen die Kühe mit ihren Kälbern und die Kalbinnen den Sommer in der Kolmitzenalm unter der Aufsicht einer Sennerin. Im Spätherbst werden sie wieder ins Tal zurückgeholt und dürfen auf den Feldern in der Nähe des Hofes grasen. Nach etwa drei Wochen kehren sie dann auf den Hof zurück.

 

So früh wie möglich werden die Tiere an das Führen mit dem Führstrick gewöhnt. Diese frühe Gewöhnung an das Gehen am Strick erleichtert in weiterer Folge die Verladung bei der Fahrt auf die Sommerweide, bei Leihstieren die Fahrt zum Besamungsurlaub und schlussendlich auch bei der Fahrt zum Schlachthof.

Da bei allen Verladungen, einschließlich der Fahrt zur Schlachtung, ein hofeigener Betreuer als Begleitperson mitfährt und die Tiere diesen persönlichen Kontakt gewöhnt sind, kommt es auch bei heiklen Situationen kaum zu Stressreaktionen.